Ziel der ärztlichen Ausbildung


Die chinesische Medizin liefert einen Baukasten von therapeutischen Möglichkeiten, die als Ergänzung oder Ersatz für westliche Therapien angewandt werden können. Sie liefert aber noch mehr ein Verständnis für die Entstehung von Krankheiten und für die Auseinandersetzung des Organismus mit der Erkrankung. Je mehr das Geschehen verstanden wird, umso effizienter können Therapien jeglicher Art eingesetzt werden. Die Phytotherapie spielt innerhalb der TCM die größte Rolle und bietet die umfangreichsten therapeutischen Möglichkeiten. Sie stellt aber auch gleichzeitig die höchsten Anforderungen an den anwendenden Arzt, sowohl hinsichtlich seiner Kenntnisse wie auch seines Engagements. Die Kursreihe möchte das Interesse der Kursteilnehmer nicht in der Theorie ersticken lassen, sondern setzt auf frühzeitige und kontinuierliche Kombination von Theorie und Praxis.
Daher setzt die Ausbildung folgende Schwerpunkte:
• Personalisierte Medizin: die individuelle Krankheitskonstellation ist die Basis einer individualisierten Therapie
• Arzt-Patienten-Kommunikation als Voraussetzung für therapeutische Hilfestellung
• Pharmakovigilanz: aufmerksame Beobachtung von erwünschten und unerwünschten Arzneiwirkungen

Soeben abgeschlossen wurden die

Phytotherapiekurse 2017/2018


E1: TCM-Phytotherapie: Herausforderung und Chance 06.-07. Mai 2017
E2: Wie begleite ich den Patienten prä- und postoperativ mit chinesischer Phytotherapie? 01.-02. Juli 2017
E3: Immunologische Auseinandersetzungen sind keine Bagatellen 21.–22. Oktober 2017
E4: Der weibliche Zyklus: Ausgangspunkt für Gesundheit und Therapie 20.-21. Januar 2018

Inhalt

• Arzneimittel: Einführung in die Materia Medica der TCM, Wirkprofil der wichtigsten Einzelmittel, Kontraindikationen und Behandlungsrisiken, Hinweise zu Biologie und Pharmazie der Mittel, Arzneimittelwirkungen im Selbstversuch, Prinzipien des Rezepturaufbaus, die klassische Rezeptur als Modell, die Rezepturen der Friedl- deca -Schule, Chinesische Arzneitherapie und Europäische Phytotherapie im Vergleich.
• Patient – Krankheit – Arzt: Diagnostische Voraussetzungen der Rezepturverordnung, Modelle der Krankheitsentwicklung, Vier-Ecken-Modell, Analyse der individuellen Krankheitsentwicklung aus Anamnese und Befund, Behandlungsstrategien, Therapie als dialogischer Prozess, Psychosomatik der Chinesischen Arzneitherapie.
• Praxis: Bewährte Behandlungsansätze für die wichtigsten Krankheitsbilder, Praktische Gesichtspunkte zur Kombination mit westlichen Therapien, Fragen der Zubereitung und Einnahme der Arzneien, Qualität der Arzneidrogen, die Rolle des Apothekers, Arzneimittelrecht, Abrechnungsfragen.

Didaktik
Das Kurskonzept wurde von den vier Dozenten gemeinsam entwickelt. Die Kurse werden von allen Dozenten gemeinsam durchgeführt und kontinuierlich reflektiert.

Die Dozenten
Dr. med. Sri Sulilatu, Ärztin, TCM-Praxis in Wasserburg
Christian Fischer, Arzt, TCM-Praxis in Rosenheim
Dr. med. Fritz Friedl, FA Allgemeinmedizin, Chefarzt der Klinik Silima, Riedering
Oliver Ramrath, FA Allgemeinmedizin, TCM-Praxis in München
v.l.n.r: Friedl, Ramrath, Sulilatu, Fischer











v.l.n.r: Friedl, Ramrath, Sulilatu, Fischer

Die Planung für weitere Kurse (2018/19) ist noch nicht abgeschlossen.




Veranstalter
Verantwortlich für die Veranstaltung zeichnet die Gesellschaft für die Dokumentation von Erfahrungsmaterial der Chinesischen Arzneitherapie mbH, Bahnhofstr. 58, 83512 Reitmehring.